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21. August 2012

Guillaume Daeppen: "Luca Schenardi | Vernissage Samstag 25. August ab 18.00"

LUCA  SCHENARDI
AN VOGELHÄUSERN MANGELT ES JEDOCH NICHT

Eröffnung Samstag, 25. August 2012 von 18.00 bis 20.00
Ausstellung 25. August bis 29. September 2012

Die Ausstellung ist eine bisher nie gesehene Kombination aus ornithologischem Fachwissen und subjektiver Empfindung, geschaffen mit grosser Dringlichkeit und gestalterischer Leidenschaft. Im Zentrum steht der Mensch und seine zweifellos schizophrene Beziehung zur Natur und insbesondere zu den Vögeln.

Vielerorts verspielt scheint er, der natürlichen Lebensraum von heimischer Flora und Fauna. Als „Fratze des Erfolgsmodells“ des eigenen Landes bezeichnet Luca Schenardi das eintönige Landschaftsbild vor seiner Haustür. Immer stärker zurückgedrängt durch die umsichgreiffende Zersiedlungslust der gegenwärtigen Zivilisation und die damit einhergehende Intensivierung der Landwirtschaft, fehlt heute so manche Planzen- oder Tierart. Ein Umstand, der Schenardi schon von frühester Kindheit an auf seinen Streifzügen durch die Natur zur Suche und Frage nach dem Verbleib von Kräutern, Blumen, Lebewesen – insbesonders von Vögeln und ihrem Gesang – antrieb, die Grossmutters Geschichtenbuch noch kannte.

Mit den Grundlagen der Ornithologie seither vertraut, hat sich der Künstler vor zwei Jahren dem Grossprojekt gestellt, dem Verschwinden der Vögel nachzuspüren und die gewonnenen Erkenntnisse unter dem Titel „An Vogelhäusern mangelt es jedoch nicht“ auszustellen. Entstanden ist ein Werk, das den gegenwärtigen Zustand unseres Landes anhand der Vögel als Indikatoren für die menschliche Lebensweise demaskiert, entmystifiziert und in Bildern veranschaulicht. Ähnlich wie die Vögel, die empfindlich auf die starken Veränderungen und Störfaktoren in ihrer Umwelt reagieren, fühlt sich Schenardi durch die ungeheure Verdichtung seines eigenen Lebensraumes und die Dominanz einer allgegenwärtigen und überbordenden Marktwirschaft bedrängt und oft an Rand des Wahnsinns getrieben. So ist sein künstlerischer Ausdruck geprägt von beissender Gesellschaftskritik, Zynimus, aber auch von Wut und Wehmut. Durch eine skurril-humoristische und ironische Kompoente wird jedoch gängiger Kulturpessismus ungangen.

Parallel zur Ausstellung erscheint das Buch „An Vogelhäusern mangelt es jedoch nicht“ im September bei der Edition Patrick Frey, Zürich.

Luca Schenardi (1978) lebt in Altdorf/Uri und arbeitet als Illustrator und Künstler in Luzern.

 

Mehr Infos: www.gallery-daeppen.com

Gallery for Urban Art
Müllheimerstrasse 144 Ecke Amerbachstrasse
Tram 1 Dreirosenbrücke
Tram 8 Bläsiring
Tram 14 Musical

21. August 2012

admin: "Musterzimmer & No Function – No Sense?"

17. August – 14. September 2012
Vernissage: Freitag 17. August, 18.00

Wie sieht das zukünftige Musterzimmer aus? In Anlehnung an das integrale Prinzip des Schweizer Werkbundes aus den 20er Jahren werden Schweizer Gestalter ihre Vision der wesentlichen Elemente in Bezug auf Material, Konstruktion, Form und Funktion präsentieren.

Mit: Daniel Wehrli; Stéphanie Baechler; Katia Ritz & Florian Hauswirth; Nicola Stäubli;Giorgia Zanellato & Mauro Tittoto; Meret Probst; Sibylle Stoeckli; David Schäublin & Karin Hueber; Postfossil; Laetitia Florin

 

No Function – No Sense?

Parallel zu den «Musterzimmern» zeigt Depot Basel die Ausstellung «No Function – No Sense?». Im Ausland lebende Schweizer Designer und Künstler entwerfen Objekte ohne Funktion, reflektieren dabei ihr Selbstverständnis und beschäftigen sich unter anderem mit Themen wie den (vermeintlichen?) Grenzen zwischen Design und Kunst, mit Funktion und Kontext und mit der Verbindung von Schönheit und Zweck.

Mit: Alexandre Bettler (London); Marc Birri (Berlin, Basel); Laetitia de Allegri (London); David Glättli & Shiho Ueda (Osaka, Zürich); Livia Lauber und Loris Jaccard (London); Anne Lutz (Paris); Arno Mathies (London) ; Julia Modolo und Jean-Philippe Bonzon (Shanghai); Meret Probst (London) ; Mathias Renner (London); Moritz Schlatter (Antwerpen, Zürich); Julie Usel (London); Dieter Glauser, Michael Häne und Jacques Borel

 

In Kooperation mit www.sachenmachen.ch

Bildlegende: Co-op. Interieur, Hannes Meyer, 1926. Umschlagsbild von: Schweizer Typenmöbel 1925-1935, Sigfried Giedion und die Wohnbedarf AG; Friederike Mehlau-Wiebking, Arthur Rüegg, Ruggero Tropeano. 1989, GTA Verlag, Zürich.

 

All Pictures by: Flurin Bertschinger

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