Plattfon & Stampa: "26. April im Plattfon: Helena Gough und Anthea Caddy"
Zwei Frauen aus Berlin erkunden die Abgründe, Schönheiten, Untiefen, die Ecken und Kanten des Geräusches. Helena Gough aus England und Anthea Caddy aus Australien – beide in Berlin wohnhaft – beschallen am 26. April 2011 den Plattfon an der Feldbergstrasse 48 in Basel.
Helena Gough:
Helena Gough ist Komponistin und Klangkünstlerin. Auf ihren zwei Alben „With What Remains“ (2007) und „Mikroklimata“ (2010) hat sie aus den verschiede…nsten Samples und Audiofetzen ganz eigene, packende Klangskulpturen und Soundlandschaften geschaffen. Dabei dienen die Samples nur als Ausgangspunkt und werden am Laptop so stark elektronisch verfremdet, dass man das Original meist nicht mehr erkennt. Helena Gough arbeitet mit stark limitiertem Material. Sie verformt es, knetet es, fermentiert es, destilliert es,… Übrig lässt sie nie zu viel, meisten exakt so viel, wie es braucht, und häufig so wenig, dass man auch als Zuhörer gefordert wird, seine eigene Phantasie zu gebrauchen.
Anthea Caddy:
Die Künstlerin und Cellistin Anthea Caddy interessiert sich vor allem für das Verhältnis von Raumklang, instrumentaler Performance und Samples. Ihr Schaffen läuft daher auf mehren Gleisen parallel. So hat sie schon Klangperformances in alten sowjetischen Öltanks und in futuristischen Echokammern gegeben, bei denen sie die Sounds ihrer Umgebung genau so einbezog, wie ihre Instrumente und Klangquellen. Neben dem Cello benützt sie häufig Samples und elektro- akustische Elemente. Ihre Konzerte sind – wegen diesen mehreren Ebenen – eher multimediale Performances, denn Konzerten. Durch spezielle Mikrofonierung ist es ihr möglich, ihr Cello genauso wie die ganze Umgebung zur Klangquelle zu machen. Tatsächlich scheint es nach Hunderten von Jahren von traditioneller Konzertpraxis langsam an der Zeit zu sein, die Klangursache nicht nur auf die Frackträger auf der Bühne zu beschränken.
Es lohnt sich auf jeden Fall, den Abend des 26. Aprils freizuhalten.








